HNO Arzt FrankfurtHNO Arzt FrankfurtHNO Arzt Frankfurt

Operationen der Gaumenmandeln

Tonsillektomie (Gaumenmandelentfernung)

Die Gaumenmandeln sind Teil des lymphatischen Rachenrings und übernehmen im Alter von 2 – 5 Jahren eine wichtige Funktion bei der Bildung der körpereigenen Abwehr.

Es gibt jedoch Gründe, die dazu veranlassen eine Entfernung der Tonsillen (Gaumenmandeln) vorzunehmen. Häufige, wiederkehrende Entzündungen, die durch die Gabe von Antibiotika nur kurz und unzureichend zur Abheilung kommen werden als chronische Tonsillitis (Chronische Gaumenmandelentzündung) bezeichnet. Hierbei können die zur Entzündung führenden Bakterien, insbesondere die Gruppe der Streptokokken, alleinig oder in Komplexen mit den körpereigenen Antikörpern, zu dauerhaften Schäden am Herzen, den Nieren und den großen Gelenken führen. Die negativen Auswirkungen der Tonsillen auf den Körper überwiegen in diesen Fällen die positiven und eine Entfernung ist sinnvoll.

Bei Kindern ist die Grenze der zu tolerierenden Entzündungen bei 4-5 x/Jahr in zwei-drei aufeinander folgenden Jahren zu ziehen. Bei Erwachsenen sollte eine 3 x Entzündung pro Jahr in drei aufeinander folgenden Jahren nicht überschritten werden.

Aber auch „stumme“ chronische Entzündungen mit deutlicher Erhöhung der Antikörperwerte für Streptokokken im Blut (Antistreptolysin-Titer) können aufgrund der möglichen Schädigung des Körpers Anlass dafür sein eine Entfernung der Tonsillen vorzunehmen.

Operation

Der Eingriff erfolgt in Allgemeinnarkose während eines stationären Aufenthaltes. Die Tonsillen haben eine Bindegewebe artige Kapsel gegenüber der Rachenmuskulatur und entlang dieser werden sie vollständig entfernt.
Die Blutstillung erfolgt durch bipolare oder Laserkoagulation der die Tonsillen versorgenden Gefäße.
Das entnommene Gewebe wird histologisch (feingeweblich) untersucht.

Nach der Operation

Der stationäre Aufenthalt nach dem Eingriff beträgt ca. 4 Tage. Zur Schmerzstillung wird eine Kombinationstherapie eingesetzt. Um die Wundheilung nicht zu beeinträchtigen sollten stark säurehaltige Speisen (Citrusfrüchte), kohlensäurehaltige Getränke, Nikotin und Koffein gemieden werden. Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme fördert eine regelrechte Wundheilung.

Generell ist eine körperliche Schonung für 14 Tage notwendig, um das Risiko einer Nachblutung zu minimieren, die das einzig relevante Risiko dieses Eingriffes darstellt.
 
  

Tonsillotomie (Gaumenmandelverkleinerung)

Die Tonsillotomie hat in den letzten Jahren durch die Anwendung der Laserchirurgie eine Renaissance erfahren.
Hierbei wird nur ein Teil der Tonsillen entfernt unter Belassung der an der Rachenmuskulatur anhaftenden Tonsillenbasis. Dieser Eingriff ist dann sinnvoll wenn die Tonsillen allein durch ihre Größe eine dauerhafte negative Symptomatik hervorrufen, ohne jedoch chronisch entzündlich verändert zu sein und wird am häufigsten bei Kindern im Alter zwischen 2 und 5 Jahren durchgeführt. Die Symptome können ähnlich denen bei einer Vergrößerung der Rachenmandel sein:

  • Schnarchen bis hin zu Apnoephasen.
  • Nasenatmungsbehinderung mit rezidivierenden Infekten.
  • Dauerhafte Störung der Mittelohrbelüftung mit rezidivierenden Ergüssen.


Operation

Der Eingriff wird in Allgemeinnarkose, in der Regel ambulant durchgeführt. Mittels Laser und/oder dem elektrischen Messer wird eine Teilabtragung der Tonsillen vorgenommen ohne die Basis zu verletzen.
Die Blutstillung erfolgt zeitgleich.

Nach dem Eingriff

Die körperliche Einschränkung nach diesem Eingriff ist gering. Die Schmerzbildung ist deutlich weniger als nach vollständiger Entfernung der Tonsillen.
Auch das Risiko einer Nachblutung ist so niedrig, dass eine ambulante Durchführung möglich ist.