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Allergien Frankfurt

Die Notwendigkeit der Behandlung einer Allergie erklärt sich aus der Tatsache, dass Studien zufolge eine unbehandelte Allergie in ca. 35-40 % in ein Asthma bronchiale übergeht („Etagenwechsel“)! Diese schwerwiegende Entwicklung, sowie eine Allergenausweitung, gilt es unbedingt zu vermeiden!

Allergiediagnostik

Hauttestung und Blutuntersuchungen

Neuesten Untersuchungen zufolge leiden etwa ein Drittel aller Menschen der Industrienationen an mehr oder minder ausgeprägten allergischen Beschwerden.
Meistens beginnen Allergien harmlos, zum Beispiel in Form eines leichten Heuschnupfens, der nach einigen Wochen wieder vorübergeht, bis zum nächsten Jahr.
Auch bei leichter Symptomatik ist es jedoch ratsam den auslösenden Allergenen auf den Grund zu gehen.

Gerade im Anfangsstadium einer Allergie lassen sich effektive Maßnahmen treffen, um eine dauerhafte Linderung der Beschwerden zu erreichen, eine Allergenausweitung zu vermeiden und einem gefürchteten „Etagenwechsel“, d.h. einer Beteiligung der Bronchien, vorzubeugen.
Wichtig ist in jedem Fall die allergische Anamnese sowie die Erhebung des Schleimhautbefundes.
Bei Allergien vom Soforttyp sind Hauttests die Mittel der Wahl. Der Wichtigste hierbei ist der

Pricktest

Er wird auf der Unterarminnenseite durchgeführt. Hierbei werden standardisierte Allergenextrakte in Tropfenform auf die Haut aufgebracht und anschließend mit einer sehr kurzen und feinen Spitze einer Pricklanzette durch den Tropfen hindurch in die oberste Hautschicht gestochen.
Die Größe einer entstehenden Quaddel und die Hautrötung werden nach 20 Minuten im Vergleich zu einer Kontrolllösung untersucht.
Intracutan, Scratch- und Reibetest sind zusätzliche Testmethoden, bei denen auch ein nicht in standardisierter Form vorliegendes Allergen getestet werden kann.
Für alle Allergieteste gilt, dass sich die Ergebnisse an der Anamnese messen lassen müssen. Wenn Zweifel an der Relevanz eines positiven oder negativen Testergebnisses vorliegen können weitere Testungen sinnvoll sein.

Labortest

Bei den allergologischen Labortestungen wird dem Patienten Blut abgenommen und auf das Vorhandensein von spezifischen Antikörpern vom Typ IgE untersucht. (RAST Untersuchung)
Die Laborteste werden manchmal auch eingesetzt, wenn eine Haut- oder Provokationstestung aufgrund bestimmter Gegenanzeigen derzeit nicht stattfinden kann. Auch bei diesen Tests gilt, dass erst bei Übereinstimmung von Anamnese und Testergebnis sich die Diagnose Allergie sichern lässt.

Allergie Frankfurt

Allergiebehandlung

Allergiekarenz

An erster Stelle der Allergiebehandlung steht die Vermeidung des Allergie auslösenden Agens (Allergenkarenz).
Dies kann gut funktionieren bei Nahrungsmittel- sowie bei Tierhaar- oder Milbenallergien.
Spezialüberzüge für Bettwäsche und Matratze in Verbindung mit Staub vermeidender Ausstattung des Schlafzimmers können gerade bei Hausstaubmilbenallergie schon gute Erfolge bringen.

Antihistaminika und lokale Cortisonsprays

In vielen Fällen ist jedoch die Allergenkarenz nicht konsequent durchführbar.
Linderung der Symptomatik bringen moderne Medikamente, die entweder die Wirksamkeit des Allergie auslösenden Histamins unterdrücken (Antihistaminika) oder mit auf der Schleimhaut wirksamem Cortison die übersteigerte Immunantwort des Körpers dämpfen (Lokale Cortisonsprays).

Immuntherapien

Zahlreiche Studien haben jedoch eindeutig gezeigt, dass die spezifische Immuntherapie ( SIT oder bei sublingualer Therapie auch SLIT genannt ) die einzige Behandlung darstellt, die an den kausalen Ursachen der Überempfindlichkeiten gegen vielfältige Allergene ansetzt.
Besonders gut ist die Wirkung der SIT bei Pollen-, Hausstaub-, Tierhaar-, und Insektengiftallergien.
Bei dieser Therapie wird dem Patienten das zu behandelnde Allergen in aufsteigender Dosierung bis zur Erhaltungsdosis zugeführt und danach in festgelegten Perioden verabreicht.
Dies kann mit Spritzen unter die Haut erfolgen als auch mit sublingualer Tropfentherapie.
Unterschieden werden hierbei ganzjährige Therapien über einen Zeitraum von ca. drei Jahren von Kurzzeitimmunisierungen und sog. „Clustertherapien“.
Seit November 2006 ist im Bereich der EU die „ Gräser Impftablette „ zugelassen, die die spezifische Immuntherapie für viele Patienten weiter vereinfacht.

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