Schnarchen Operation: Wie die Schnarchtherapie Ihnen helfen kann

Wenn Sie morgens mit einem rauen Hals aufwachen und das Gefühl haben, Sie hätten die ganze Nacht über laut geschrien, dann haben Sie wahrscheinlich heftig geschnarcht. Schnarchen kann Ihre Gesundheit beeinträchtigen, sich aber auch auf den gesunden Schlaf der Partnerin oder des Partners auswirken. Daher sollten Sie prüfen lassen, warum Sie schnarchen. Oftmals liegen die Ursachen im Nasen-Rachen-Bereich. Welche Behandlung möglich ist und wann Sie eine Operation gegen das Schnarchen brauchen, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag.

Schnarchen Operation Frankfurt

Habituelles Schnarchen: Ohne Atemstörung

Das habituelle Schnarchen tritt nur gelegentlich auf. Es beeinträchtigt die Sauerstoffversorgung Ihres Körpers sowie die Regulation Ihres Kreislaufs nicht. Bei habituellen Schnarchern funktioniert beides normal und ist nicht eingeschränkt. Zudem gibt es keine gefährlichen Atemaussetzer.

Ein Auslöser ist der Schlaf in Rückenlage, durch den Unterkiefer und Zunge nach hinten fallen und die oberen Atemwege blockieren. Oft ist es auch der Konsum von Alkohol oder bestimmten Medikamenten, die das Schnarchen fördern.

Pathologisches Schnarchen: Mit Atemaussetzern

Anders ist es beim pathologischen Schnarchen. Die heftige Geräuschentwicklung ist hier die Begleiterscheinung einer schlafbezogenen Atmungsstörung. Infolgedessen ist die Sauerstoffversorgung im Körper nicht mehr ausreichend und es kommt zur gefährlichen Schlafapnoe. Dabei setzt die Atmung für einige Sekunden oder gar Minuten aus – und das in einer Stunde mehr als fünf Mal. Die Folgen: Der Schlaf bringt nicht mehr die notwendige Erholung. Pathologische Schnarcher leiden oft unter einer starken Tagesmüdigkeit, sie fühlen sich schlapp, sind unkonzentriert und weniger leistungsfähig. Oft lässt auch die Gedächtnisleistung nach. Einige Patienten, die an Schlafapnoe leiden, nicken untertags immer wieder unwillkürlich und plötzlich für wenige Sekunden ein – was z. B. im Straßenverkehr sehr gefährlich werden kann. Zudem lassen Kopfschmerzen und ein trockener Mund am Morgen auf Schlafapnoe schließen.

Schlafapnoe kann auch zu Langzeitschäden führen: Wenn die Atmung im Schlaf ins Stocken gerät, versetzt dies den Körper kurzzeitig in einen Alarmzustand. Infolgedessen aktiviert er immer wieder das autonome Nervensystem, das Blutdruck und Herzfrequenz ansteigen lässt. Dauerhafter Bluthochdruck erhöht das Risiko für eine Herzschwäche, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall.

Schnarchen Operation: Wann ist eine OP sinnvoll?

Wenn Sie über einen längeren Zeitraum immer wieder schnarchen und Symptome wie Tagesmüdigkeit bemerken, sollten Sie einen Termin bei uns in der HNO-Praxisklinik in Frankfurt vereinbaren. Ihr behandelnder HNO-Arzt Dr. med. Thomas Fischer untersucht Sie und prüft, ob anatomische Gründe vorliegen, die Ihr Schnarchen hervorrufen können. Dazu gehört eine beeinträchtige Nasenatmung durch eine Nasenscheidewandverkrümmung, Muschelvergrößerung, Polypen o. Ä. Auch ein erschlafftes und vergrößertes Gaumensegel, ein verlängertes und erschlafftes Zäpfchen sowie eine im Schlaf zurückgefallene Zunge mit Einengung des Gaumens können zum Schnarchen führen. Eine weitere Ursache sind stark vergrößerte Gaumenmandeln, die den Gaumen während des Schlafens einengen.

In manchen Fällen ist eine zusätzliche Untersuchung in einem speziellen Schlaflabor notwendig. Dort wird abgegrenzt, ob es sich bei Ihnen um habituelles oder pathologisches Schnarchen handelt.

Sollte bei Ihnen festgestellt werden, dass Sie unter Schlafapnoe leiden, muss nicht sofort operiert werden. Manchen Patienten hilft bereits eine nächtliche Sauerstofftherapie mit einer Atemmaske. Sollte diese Therapie nicht den gewünschten Erfolg bringen, kann eine OP helfen.

Wenn Sie unter einer harmlosen Form des Schnarchens leiden und sich daran stören, können Sie sich ebenfalls einer OP unterziehen. Es gibt verschiedene OP-Methoden, um gegen Ihr Schnarchen vorzugehen. Welche Schnarchtherapie bei Ihnen zum Einsatz kommt, hängt von Ihrem individuellen Krankheitsbild bzw. der anatomischen Ausgangssituation ab.

Schnarchen Operation: Eingriffe am Gaumen und Gaumensegel

Ein übergroßer oder schlaffer Gaumen kann bei Ihnen zu intensivem Schnarchen führen, da er v. a. nachts in Rückenlage erschlafft. Dadurch wird der Luftstrom zum Schwingen gebracht, was Geräusche erzeugt. In diesem Fall können wir den hinteren Anteil des Gaumens durch verschiedene Techniken operativ straffen oder verkleinern. Ist ein zu großes Zäpfchen ursächlich für das Schnarchen, so können wir den sog. Uvula-Flap durchführen. Dabei klappen wir das Zäpfchen am Gaumen hoch, nähen es an und fixieren es.

Die klassische Form der Schnarch-OP ist die Uvula-Palato-Pharyngoplastik. Es handelt sich dabei um eine Gaumensegelstraffung, im Zuge derer wir die Schleimhaut an Ihrem Gaumen, Rachen und Zäpfchen einschneiden, raffen und wieder zusammennähen. Durch die gestraffte Gaumenpartie wird eine Verengung Ihrer oberen Atemwege beim Schlafen verhindert. Möglich ist dabei auch eine gleichzeitige Entfernung der Gaumenmandeln.

Schnarchen Operation: Eingriffe an der Nase selbst

Oft ist es auch eine Verkrümmung der Nasenscheidewand, die das Schnarchen bedingt. Sie führt zu Engstellen in den Nasengängen – bei einem Nasenloch strömt weniger Luft aus als beim anderen. Mittels einer Nasenscheidewand-OP beheben wir die Verkrümmung und Begradigen somit das Septum.

Schnarchen kann auch durch Nasenpolypen bedingt sein. Dabei handelt es sich um weiche, gutartige Schleimhautwucherungen in den Nasennebenhöhlen. Sie können wenige Millimeter bis hin zu mehreren Zentimetern groß sein. Manchmal sprechen die Polypen auf eine Therapie mit abschwellenden Medikamenten an. Ist dies nicht der Fall, kann eine minimalinvasive Nasennebenhöhlen-OP helfen. Hierbei tragen wir den Polypen mit Spezialinstrumenten unter mikroskopischer und endoskopischer Unterstützung ab.

In vielen Fällen hängt das Schnarchen auch mit vergrößerten Nasenmuscheln zusammen. Drei Nasenmuscheln befinden sich von Natur aus in jeder Nasenhöhle. Sie ragen von der Seite in die Nasenhöhle hinein und bestehen aus dünnen, mit Schleimhaut überzogenen Knochenplatten. Dazwischen liegt ein Schwellkörper. Wird dieser stark durchblutet, schwillt die betreffende Nasenmuschel an und vergrößert sich. Bei manchen Patienten ist dies ein Dauerzustand, der die Atmung behindert. Abhilfe schafft die sog. Laserconchotomie in unserer Praxis in Frankfurt. Die Laserbehandlung der Nasenmuscheln führt zu einer gezielten Schrumpfung im Gewebe, sodass Ihre Nasenmuscheln nicht mehr zu stark anschwellen können. Dadurch bleibt die Nasenatmung frei. Sollte das Schnarchen mit einer Nasenmuschelhyperplasie zusammenhängen, wird es nun ruhigere Nächte geben.

Schnarchen Operation Frankfurt

Schnarchen kann sehr störend sein und eine Beziehung belasten. Oft sind getrennte Schlafzimmer die Folge. Stellen Sie sich gerne bei uns in der Praxis vor, wenn Sie regelmäßig schnarchen. Wir untersuchen Sie und schlagen Ihnen eine auf Sie abgestimmte Therapie vor.

HNO Frankfurt: Dr. med. Thomas Fischer

Ihr Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, der Sie in sämtlichen Fragen der HNO-Heilkunde, der funktionell-plastischen Chirurgie sowie der ästhetischen Behandlung von Veränderungen der Gesichtshaut professionell und individuell berät, untersucht und behandelt.

Unsere News-Beiträge werden nach bestem Wissen und Gewissen für Sie erstellt und dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie ersetzen auf keinen Fall eine ärztliche Beratung, Diagnose und Behandlung und sollen weder zur Selbstdiagnose noch zur Selbstbehandlung auffordern. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Beschwerden immer direkt an Ihren HNO Arzt Frankfurt!

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HNO Frankfurt | Dr. Thomas Fischer
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