HNO Arzt Frankfurt

Nasenscheidewand-OP Frankfurt

Mikroskopische und endoskopische Operationen der inneren Nase.

Operation der Nasenscheidewand

Nasenscheidewandoperation (Septumoperation, plastische Septumkorrektur)
Nasenmuschelverkleinerung (Conchotomie)

Verbiegungen der Nasenscheidewand entstehen meist durch unterschiedliches Wachstum der anteiligen Gesichtsknochen und Knorpel während der Pubertät. Zum Teil sind sie auch Folge von Nasenbeinbrüchen, die schon während der Geburt im Geburtskanal auftreten können.

Folgende Beschwerden können ihre Ursache in einer Verbiegung der Nasenscheidewand haben und können durch eine Korrektur derselben erfolgreich behoben werden:
  • Behinderung der Nasenatmung, auch mit Schnarchen,
  • Kopfschmerzen,
  • Wiederkehrende Entzündungen der Nasennebenhöhlen,
  • Wiederkehrende Entzündungen des Kehlkopfes und der Bronchien aufgrund einer übermäßigen Mundatmung,
  • Neigung zu Mittelohrergüssen und Mittelohrentzündungen aufgrund mangelnder Belüftung über die Ohrtrompete.

Sehr häufig ist es zusätzlich erforderlich, die die Atemluft befeuchtenden und erwärmenden Schwellkörper (Nasenmuscheln) zu verkleinern. Hierdurch wird für eine freie Durchgängigkeit beider Nasengänge gesorgt. Insbesondere bei Allergikern sind die Nasenmuscheln häufig stak vergrößert und bedürfen einer Korrektur.

Die Operation

Die Operation wird üblicherweise in Allgemeinnarkose entweder stationär oder ambulant durchgeführt.

Über einen kleinen innen liegenden Schnitt an der Vorderkante der Nasenscheidewand wird die Schleimhaut vom Knorpel und Knochen gelöst. Zum Teil können durch spezielle Schnitttechniken Spannungsverbiegungen aufgelöst werden, zu einem anderen Teil müssen starke Verbiegungen gelockert, herausgenommen, außerhalb begradigt und dann wieder zwischen die Schleimhautblätter implantiert werden (Austauschtechnik).
Die Dreischichtigkeit der Nasenscheidewand sollte unbedingt erhalten werden, um die Schleimhautfeuchtigkeit zu bewahren. Zur Stabilisierung der begradigten Nasenscheidewand und um die Blutgefäße führende Schleimhaut wieder an den Knorpel und Knochen zu pressen werden Silikonschienen bds. angelegt. Diese verbleiben für ca. 4 Tage in der Nase.

Im gleichen Eingriff werden auch die Nasenmuscheln verkleinert. Verwendung findet hierbei entweder die Methode der Conchotomie, d.h. die scharfe Abtragung überschüssigen Gewebes oder aber es werden unterschiedliche Formen von Energie zur Gewebereduktion an oder in der Nasenmuschel eingesetzt.
Zum Einsatz kommen hierbei der Laser, mono- oder bipolare Koagulation oder als neueres Verfahren die Bipolare Thermotherapie (Thermokoagulation, RFITT)
Da die Nasenmuscheln aus sehr gut durchblutetem Gewebe bestehen ist es notwendig zur Vermeidung einer Nachblutung eine Tamponade bds. einzulegen.

Nach der Operation

Die Entfernung der Nasentamponade erfolgt am ersten oder zweiten postoperativen Tag. Die eingelegten Silikonschienen verbleiben noch für zwei weitere Tagein der Nase.Insgesamt muss man mit einer zweiwöchigen Heilungsphase rechnen. In dieser Zeit ist es wichtig sich körperlich zu schonen, um einer Nachblutung infolge steigenden Blutdruckes vorzubeugen.

Wichtig in dieser Phase ist es ebenso für eine ausreichende Schleimhautpflege inklusive Befeuchtung zu sorgen.

Haben Sie Fragen zur Nasen­scheide­wand-OP in Frankfurt oder möchten einen Beratungstermin vereinbaren?

Häufige Fragen zur Nasenscheidewand-OP

Die häufigsten Fragen rund um die Nasenscheidewand-OP haben wir in diesem FAQ-Bereich zusammengetragen. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um allgemeine Ratschläge und Informationen handelt. Sollten Sie darüber hinaus noch weitere Fragen haben, können Sie uns gerne telefonisch unter 069 / 299 2466-0 oder per Mail kontaktieren.

Was ist die Nasenscheidewand und welche Funktionen hat sie?

Die Nasenscheidewand besteht aus Knorpel und Knochen. Beidseitig ist sie mit einer schützenden Schleimhaut ausgekleidet. Das sogenannte Nasenseptum teilt das Innere der Nase wie eine Trennwand in zwei Bereiche auf: eine linke und eine rechte Hälfte. Es stabilisiert das Gerüst der Nase und steuert den Luftfluss. Weiterhin ist die Nasenscheidewand wichtig für die Geruchswahrnehmung.

Welche Ursachen führen zu einer schiefen/verkrümmten Nasenscheidewand?

In den meisten Fällen ist eine Nasenscheidewandverkrümmung angeboren. Sie kann jedoch auch erworben werden z.B. durch ein unterschiedlich schnelles Wachstum der hinteren knöchernen und der vorderen knorpeligen Anteile. Zudem können Erkrankungen oder Verletzungen der Nase wie z. B. ein Bruch zu einer Verkrümmung oder Verbiegung der Nasenscheidewand führen.

Wie häufig kommt eine Nasenscheidewandverkrümmung vor?

Eine verkrümmtes Septum kommt häufiger vor, als Sie vielleicht denken! Schätzungen zufolge leiden etwa 90 Prozent der Menschen unter einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Verkrümmung der Nasenscheidewand. Nicht bei jedem führt dies aber zu Beschwerden. Häufig wissen die Patienten, die zu uns kommen gar nicht, dass sie eine verkrümmte Nasenscheidewand haben.

Welche Erkrankungen können die Nasenscheidewand betreffen?

Häufige Erkrankungen der Nasenscheidewand, die oft mit einer funktionellen Nasen-OP benötigen, sind:

  • Septumdeviation
    Hierbei handelt es sich um die klassische Nasenscheidewandverkrümmung. Die Nasenscheidewand weicht von der Mittellinie zwischen den beiden Nasenhöhlen ab und beeinträchtigt die Atmung. In manchen Fällen ist diese Verkrümmung auch von außen sichtbar (Schiefnase).
  • Septumperforation
    Bei einer Septumperforation hat der Patient ein Loch in der Nasenscheidewand. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von einem zu hohen Druck auf die Nasenscheidewand über die Einwirkung chemischer Gifte bis hin zu Folgen eines Septum-Piercings, das nicht mehr getragen wird. Oft geht dieser Befund ohne Beschwerden einher. Manche Patienten leiden unter einer extrem trockenen Nase mit der Bildung von Krusten und Belägen, unter häufigem Nasenbluten, einem Pfeifgeräusch oder auch einer Behinderung bei der Nasenatmung.
  • Septumhämatom
    Bei einem Septumhämatom handelt es sich um eine Einblutung an der Nasenscheidewand bzw. um einen Bluterguss unter der Schleimhaut, der meist infolge eines Nasenbeinbruchs auftritt. Das Hämatom bedingt eine Schwellung der Nasenscheidewand, wodurch die Nasenatmung beeinträchtigt oder sogar vollkommen eingeschränkt werden kann. In diesem Fall muss operiert werden.
  • Luxation/Subluxation
    Hierbei ist die Nasenscheidewand nicht nur verkrümmt wie bei einer Septumdeviation, sondern komplett verschoben.

Warum beeinträchtigt eine Nasenscheidewandverkrümmung die Nasenatmung?

Eine Verbiegung oder Schiefstellung der Nasenscheidewand bedingt Engstellen in den Nasengängen. Die Folge ist, dass durch ein Nasenloch weniger Luft strömen kann als durch das andere. Vor allem bei körperlicher Anstrengung bekommen die Patienten dann häufig schlechter Luft.

Warum haben Patienten mit einer Nasenscheidewandverkrümmung eine höhere Anfälligkeit für Atemwegsinfekte?

Da eine verkrümmte Nasenscheidewand die Atmung beeinträchtigen kann, kommt es bei vielen Patienten – z. B. bei körperlicher Anstrengung – zu einem Luftmangel. Um diesen auszugleichen, atmen die Patienten oft (unbewusst) durch den Mund. Das trocknet die Schleimhäute im Rachen aus, wodurch sich Viren und Bakterien einfacher ansiedeln und ausbreiten können. Die Anfälligkeit für Atemwegsinfekte erhöht sich.

Viele Betroffene leiden daher häufiger unter Erkältungen. Dabei kommt es zum Anschwellen der Schleimhäute in der Nase. Durch die Verkrümmung der Nasenscheidewand kann der gebildete zähe Schleim schlechter vom Körper abtransportiert werden. Die Folge: Häufiger als bei anderen Patienten entsteht eine Nasennebenhöhlenentzündung, die sogar chronisch werden kann.

Wie hängen Nasenscheidewand und die sogenannte Schiefnase zusammen?

So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich können auch ihre Nasenformen sein. Man kann sie in bestimmte „Kategorien“ einteilen (z. B. Breitnase, Hakennase, Stupsnase …). Häufig kommt hierbei die sogenannte Schiefnase vor.

Sie hat einen seitlich verschobenen, schiefen Verlauf und neigt sich deutlich sichtbar nach links oder rechts. Die Nasenform kann durch Unfälle oder Verletzungen verursacht werden. Häufig ist die Schiefnase auch Folge einer Nasenscheidewandverkrümmung und geht mit einer beschränkten Nasenatmung einher. Hier kann eine Operation Abhilfe schaffen – sowohl aus plastisch/ästhetischer Sicht, indem die Nase optisch begradigt wird, als auch aus funktioneller Sicht, da die Atmung verbessert wird.

Wie wird eine Nasenscheidewandverkrümmung diagnostiziert?

Um eine Verkrümmung der Nasenscheidewand festzustellen, betrachten wir die Nase von außen durch einen Blick in die Nasenlöcher und das Anheben der Nasenspitze sowie von innen durch eine Nasenendoskopie. Zudem erkennen wir per Nasendurchflussmessung, ob Unterschiede des Luftstroms beim Ein- und Ausatmen bestehen. In einigen Fällen können auch eine Röntgenuntersuchung oder ein CT notwendig werden.

Wann ist eine Therapie bei einer verkrümmten Nasenscheidewand notwendig?

Bei leichten Beschwerden wie Schleimhautproblemen/einer trockene Nase raten wir in der Regel zu Behandlungen mit Salzwasserspülungen, Meersalz Nasensprays oder Salben. Günstig kann sich auch eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit im Raum (z. B. durch einen Verdunster) auswirken.

Sollten diese Maßnahmen nicht die gewünschte Besserung erzielen oder halten die Beschwerden schon seit längerer Zeit an, kann eine Operation sinnvoll sein. Hierbei begradigen wir die Nasenscheidewand operativ unter Narkose. Dies wird als Septumplastik bezeichnet.

Worauf muss ich nach einer Nasenscheidewand-OP achten?

Bitte schnäuzen Sie sich in den ersten Tagen nach der OP nicht, denn ansonsten kann die Wunde wieder aufgehen. Nach einigen Wochen können Sie sich wieder vorsichtig die Nase bei geöffnetem Mund putzen. Auf diese Weise wird wenig Druck auf der Naseninnere ausgeübt. Verzichten Sie auf Medikamente, die das Blut dünner machen (z. B. Aspirin).

Wichtig ist zudem, dass Sie sich gut um Ihre Nase kümmern, um den Heilungsprozess zu unterstützen. Denn: Die Selbstreinigungsfunktion der Nase ist in den ersten Tagen und Wochen nach der Operation noch eingeschränkt. Wir empfehlen, die Schleimhäute regelmäßig mit Meerwassersprays oder -spülungen zu befeuchten und sie mit speziellen Cremes zu pflegen.

Weiterhin sollten Sie einige Wochen nach der Nasenscheidewand-OP keine Bewegungen oder Tätigkeiten ausführen, die eine Erhöhung des Blutdrucks oder die Erweiterung der Blutgefäße zur Folge haben. Das bedeutet: Keine schwere körperliche Arbeit, kein Sport, heben Sie nichts Schweres, bücken Sie sich wenig und nehmen Sie von großer Hitze Abstand (keine zu heißen Duschen/Bäder, Sonnenbäder oder Besuche von Sauna oder Solarium).

Welche Risiken hat eine Nasenscheidewand-OP?

Für die Nasenscheidewand-OP gelten die generellen und allgemein gültigen Operationsrisiken (z. B. Thrombosen, Wundinfektionen). Möglich sind auch Blutungen unter der Schleimhaut mit Bildung eines Blutergusses, vorübergehende Gefühlsstörungen an Nase, Oberlippe, Gaumen und Frontzähnen, Verkrustungen in der Nase, eine Druckempfindlichkeit an der Nasenspitze sowie – sehr selten – eine Beeinträchtigung des Riechvermögens.

Wie lange dauert eine Nasenscheidewand-OP?

Abhängig vom Befund, also der Intensität der Nasenscheidewandverkrümmung bzw. Nasenscheidewand-Schädigung, müssen Sie mit einer Eingriffszeit von rund 45 bis 60 Minuten rechnen.

Zahlt die Krankenkasse die Nasenscheidewand-OP?

Wenn die Verkrümmung der Nasenscheidewand zu gesundheitlichen Problemen führt und die Operation medizinisch notwendig ist – sie also eine medizinische Indikation hat – so werden die Kosten für die OP von der Krankenkasse übernommen. Bei einem Eingriff aus plastisch/ästhetischen Gründen ist es eine Selbstzahlerleistung.

Für die Kostenübernahme müssen verschiedene Unterlagen bei der Krankenkasse eingereicht werden. Wir helfen Ihnen dabei, die nötigen Unterlagen zusammenzustellen.

Gibt es eine Alternative zur Nasenscheidewand-OP?

Manchmal können die Beschwerden, die durch ein verbogenes Septum entstehen, durch Salzwasserspülungen, Meersalz Nasensprays oder Salben behandelt werden. Macht der Befund eine Operation notwendig, so kann in Einzelfällen auch eine Nasenmuschel-OP anstelle einer Nasenscheidewand-OP zu einer Verbesserung der Nasenatmung führen.

Die Nasenmuschel-OP kann mit dem Laser ambulant unter örtlicher Betäubung und ohne Tamponaden erfolgen. Auf Wunsch ist die OP einseitig oder nacheinander beidseitig durchführbar. Sie hat in der Regel eine kürzere Ausfallzeit. Ob diese alternative Möglichkeit für Sie in Frage kommt, klären wir gerne mit Ihnen in einem persönlichen Beratungsgespräch.

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HNO Frankfurt | Dr. Thomas Fischer