Wie kann man eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung behandeln?

Viele Patienten mit chronischer Nasennebenhöhlenentzündung leiden jahrelang unter störenden Symptomen, die ihre Lebensqualität einschränken. Dazu gehören eine ständig verstopfte oder laufende Nase, ein unangenehmes Druckgefühl, manchmal auch ein eingeschränktes Riechvermögen und Kopfschmerzen. Die meisten Betroffenen sind auch von häufig wiederkehrenden Infekten betroffen. Auch wenn die Nasennebenhöhlenentzündung chronisch ist, heißt das nicht, dass man sie nicht behandeln kann. In diesem Blog-Beitrag zeigen wir Ihnen verschiedene Behandlungsmethoden auf.

Ursachen für eine chronische Sinusitis

Verschiedene Faktoren können zur Entstehung einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung beitragen. Zu den häufigsten Auslösern gehören Veränderungen, die eine ausreichende Belüftung der Nase behindern. Das können allergische Schwellungen oder Entzündungen sein, aber auch anatomisch bedingte Veränderungen wie eine verkrümmte Nasenscheidewand, Verengungen der Nebenhöhlenöffnungen, Nasenpolypen oder Zysten.

Weitere Ursachen können Krankheiten wie Mukoviszidose, Erkrankungen des Immunsystems oder gut- sowie bösartige Tumore sein. Woran die meisten Patienten gar nicht denken: Auch Zahnentzündungen können chronische Nasennebenhöhlenentzündungen bedingen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn eine Entzündung der Zahnwurzel vorliegt. Sie (mit „diese“ wäre die Zahnwurzel gemeint. Bezieht sich immer auf das letztgenannte Substantiv) kann in die Kieferhöhle aufsteigen (dentogene Sinusitis) und sich dort manifestieren.

Konventionelle Maßnahmen zur Behandlung einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung

Während ein kurzer Schnupfen zwar störend, aber dennoch wenig belastend ist, ist es unangenehm, auf Dauer nicht mehr richtig durch die Nase atmen zu können. Eine chronische Sinusitis kann auf konventionelle Weise therapiert werden. Dazu gehören z. B.:

  • Kortisonhaltige Nasensprays
    Das Medikament Kortison lässt die Schleimhäute in den Nebenhöhlen abschwellen. In der Regel setzt die volle Wirkung von Kortisonsprays nach einigen Tagen ein. Für eine dauerhafte Linderung der Beschwerden ist oft eine Einnahme über mehrere Monate nötig. Kortisonsprays werden oft bei Nasenpolypen oder zur Vermeidung einer OP eingesetzt. Der Nachteil: Gerade bei einer Langzeitanwendung können die Sprays die Nasenschleimhaut reizen oder austrocknen. Dadurch kann es vermehrt zu Nasenbluten kommen.
  • Antibiotika
    In der Regel werden Nasennebenhöhlenentzündungen durch Viren ausgelöst. Daher sind Antibiotika, die primär gegen Bakterien wirken, nur selten bzw. in bestimmten Fällen sinnvoll: bei extrem starken Beschwerden, bei Fieber über 38,5 Grad sowie bei einer Verschlimmerung der Beschwerden, weiterhin bei Patienten mit einer chronisch-entzündlichen Lungenerkrankung oder anderen schweren Grunderkrankungen.
  • Antihistaminika
    Sollte die Nasennebenhöhlenentzündung aus einer Allergie resultieren, kann eine Behandlung mit Antihistaminika sinnvoll sein.
  • Konventionelle abschwellende Nasentropfen/Nasensprays
    Nasentropfen und Nasensprays mit Wirkstoffen wie Xylometazolin beruhigen die Schleimhaut und lassen sie abschwellen. Die Folge: Die Nasenatmung verbessert sich vorrübergehend. Dies kann beispielsweise helfen, nachts besser zu schlafen. Der Nachteil dieser Medikamente ist, dass die abschwellenden Wirkstoffe auch schnell einen gegenteiligen Effekt auslösen können. Das bedeutet, dass die Nasenschleimhaut bereits nach wenigen Stunden erneut anschwillt. Je häufiger man das Mittel einsetzt, desto stärker kann dieser Effekt sein (Stichwort: Nasenspraysucht). Daher sollten Nasentropfen und Nasensprays nicht länger als ein paar Tage durchgehend angewendet werden. Aus diesem Grund sind sie zur dauerhaften Behandlung einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung nicht geeignet.
  • Schmerzmittel
    Bekannte Schmerzmittel aus der Apotheke können zwar Schmerzen lindern, aber die Heilung bei einer chronischen Sinusitis nicht beschleunigen. Sie sollten nur wenige Tage eingenommen werden, da sie z. B. Magenprobleme verursachen können.
  • Inhalieren und Nasenspülungen
    Viele Patienten können mit der Inhalation oder Spülung mit Kochsalzlösungen gute Erfolge bei der Behandlung der Sinusitis-Beschwerden erreichen. Die Schwellung der Schleimhaut kann damit abgemildert und Sekrete können gelöst werden. Möglich ist auch, Wasser zu erhitzen und den puren Dampf zu inhalieren. Auf Wunsch können ätherische Öle (z. B. Pfefferminzöl) hinzugegeben werden.
  • Biologika
    Hierbei handelt es sich um entzündungshemmende Wirkstoffe, die auch bei der Behandlung von Rheuma eingesetzt werden. Seit Oktober 2019 sind Biologika auch als Therapieform für schwere chronische Nasennebenhöhlenentzündungen zugelassen.
  • Hausmittel und alternative Heilmethoden
    Mit einfachen Mitteln können Patienten die Behandlung der Sinusitis unterstützen: Dazu gehört eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr, um das Nasensekret zu verflüssigen. Auch empfinden viele Patienten die Bestrahlung mit Rotlicht als besonders wohltuend. Ein weiterer Tipp ist, den Kopf beim Schlafen höher zu lagern. So wird die Nasenatmung erleichtert. Manche Patienten schwören auf die Einnahme von Zink. Alternative Ansätze wie Akupunktur oder Osteopathie können Begleitsymptome lindern.
Chronische Nasennebenhöhlenentzündung behandeln

Nasen-OP bei chronischer Sinusitis

Bringt die medikamentöse/konservative Therapie keinen ausreichenden Erfolg oder ist sie ausgeschöpft, drohen Komplikationen oder sind bestimmte anatomische Veränderungen ursächlich für die chronische Nasennebenhöhlenentzündung, so kann auch eine OP in Betracht gezogen werden.

Je nachdem, welcher Befund vorliegt, kommen verschiedene Operationsmöglichkeiten infrage:

Nasennebenhöhlen-OP

In unserer HNO-Praxisklinik in Frankfurt bieten wir die Nasennebenhöhlen-OP an. Hierbei nehmen wir mikroskopische und endoskopische minimalinvasive Operationen der Nasennebenhöhlen bzw. der Kieferhöhlen, Siebbeinzellen, Stirnhöhlen oder Keilbeinhöhlen vor. Wir entfernen – unter sorgfältiger Schonung der umgebenden wichtigen Strukturen – z. B. krankhaft veränderte Schleimhäute oder Polypen und weiten zu enge Strukturen mit Spezialinstrumenten.

Hier gibt es weitere Informationen: Nasennebenhöhlen-OP Frankfurt

Nasenscheidewand-OP

Eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung kann auch infolge einer verkrümmten Nasenscheidewand entstehen. Wird diese operativ begradigt, kann die Atmung deutlich erleichtert werden. Auch die Infektanfälligkeit kann sich reduzieren. Positiver Nebeneffekt: Sah die Nase durch die Nasenscheidewandverkrümmung schief aus, wirkt sich die OP auch auf die Optik aus.

Weitere Informationen: Nasenscheidewand-OP Frankfurt

Laserconchotomie

Vergrößerte Nasenmuscheln können ebenfalls chronische Entzündungen hervorrufen. Die Laserconchotomie ist eine moderne, gewebeschonende Laserbehandlung, die eine Schrumpfung der Nasenmuscheln bewirkt. Sie können nicht mehr so sehr anschwellen, dadurch bleibt die Nasenatmung frei. Die Behandlung hat einen ähnlichen Effekt wie der von Nasensprays und Nasentropfen – jedoch ohne deren Nebenwirkungen.

Hier erfahren Sie mehr: Laserconchotomie Frankfurt

HNO Arzt Frankfurt: Behandlung Ihrer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung

Wir wissen, wie störend eine dauerhafte Entzündung der empfindlichen Schleimhäute in den Nasennebenhöhlen sein kann – daher verstehen wir Sie gut, wenn Sie unter diesem Befund und den zugehörigen Symptomen leiden. Dr. Thomas Fischer ist Ihr Nasenspezialist in Frankfurt. Er untersucht Sie sorgfältig und schlägt Ihnen die Behandlungsmöglichkeiten vor, die zu Ihnen passen.

HNO Frankfurt: Dr. med. Thomas Fischer

Ihr Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, der Sie in sämtlichen Fragen der HNO-Heilkunde, der funktionell-plastischen Chirurgie sowie der ästhetischen Behandlung von Veränderungen der Gesichtshaut professionell und individuell berät, untersucht und behandelt.

Unsere News-Beiträge werden nach bestem Wissen und Gewissen für Sie erstellt und dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie ersetzen auf keinen Fall eine ärztliche Beratung, Diagnose und Behandlung und sollen weder zur Selbstdiagnose noch zur Selbstbehandlung auffordern. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Beschwerden immer direkt an Ihren HNO Arzt Frankfurt!

© „A man with migraines holds her hand by his nose in the bed.“ by Jcomp, www.elements.envato.com



HNO Frankfurt | Dr. Thomas Fischer
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