HNO Arzt Frankfurt

Nasennebenhöhlen-OP Frankfurt

Mikroskopische und endoskopische minimalinvasive Operationen der Nasennebenhöhlen.

Operationen der Nasennebenhöhlen

Operation an Kieferhöhlen, Siebbeinzellen, Stirnhöhlen, Keilbeinhöhle

Unter dem Begriff der Nasennebenhöhlen werden die Kieferhöhlen, Siebbeinzellen, Stirnhöhlen und die Keilbeinhöhle zusammengefasst. Es handelt sich hierbei um lufthaltige, mit Schleimhaut ausgekleidete Hohlräume über den Augen (Stirnhöhlen), zwischen den Augen (Siebbeinzellen), unter den Augen (Kieferhöhlen) sowie unter der Schädelbasis (Siebbeinzellen, Keilbeinhöhle). Sie stehen über enge Ausführungsgänge mit der Nasenhaupthöhle in Verbindung. Der Schleim aus den Nasennebenhöhlen wird über auf den Schleimhautzellen befindliche Zilien in Richtung der Ausführungsgänge befördert und in die Nasenhaupthöhle drainiert.

Entzündungen aus der Nase können in die Nebenhöhlen übergehen und aufgrund der engen Verbindungsgänge zu Blockaden der Belüftung und chronischen Entzündungen führen.

Auch eine Verbiegung der Nasenscheidewand und/oder eine Vergrößerung der Nasenmuscheln sowie Polypenbildung können diesen Effekt haben.

Die Operation der Nebenhöhlen hat als Ziel die Engstelle zur Nasenhaupthöhle zu beseitigen und damit für eine bessere Belüftung zu sorgen sowie die krankhaft veränderte Schleimhaut zu entfernen. Hierbei können flankierende Maßnahmen wie eine Korrektur der Nasenscheidewand und eine Verkleinerung der Nasenmuscheln notwendig sein.

Bei der Erkrankung der Polyposis nasi ist es unbedingt erforderlich eine strikte Nachbehandlung der Nasenschleimhäute mit Cortisonhaltigen Nasensprays durchzuführen, da mit der Operation die Grunderkrankung und somit die Ursache der Polypenbildung nicht beseitigt ist!

Die Notwendigkeit zur Operation der Nasennebenhöhlen besteht bei:
  • Komplikationen (z. B.: Abszess) akuter Entzündungen,
  • medikamentös nicht mehr therapierbaren chronischen Infektionen mit folgender Symptomatik: Dauerschnupfen,
  • erhöhte Infektneigung, Kopfschmerzen, Geruchsstörungen, vermehrter Ohrtrompetenkatarrh,
  • vermehrte Mittelohrentzündungen, chronische Bronchitis, vermehrte Kehlkopfentzündungen, Behinderung der Nasenatmung,
  • Ausbreitung von Entzündungen auf die Augenhöhle oder das Gehirn,
  • Bildung von Schleim- Eitercysten (Mucocele/Pyocele),
  • ausgeprägter Polypenbildung mit den Symptomen der chronischen Infektion.

Die Operation

Die Operation wird in Allgemeinnarkose und stationär durchgeführt. Als Zugangsweg werden in der Regel die Nasenöffnungen gewählt. Ggf. nach notwendiger Begradigung der Nasenscheidewand und/oder Verkleinerung der Nasenmuscheln werden mikroskopisch und endoskopisch unterstützt die natürlichen Ausführungsgänge der betroffenen Nasennebenhöhlen aufgesucht und erweitert sowie anatomisch zu enge Strukturen mit Spezialinstrumenten abgetragen.

Krankhaft veränderte Schleimhäute sowie Polypen werden entfernt unter sorgfältigster Schonung der umgebenden wichtigen Strukturen (Augen, Hirn, Gefäße). Ziel ist eine dauerhaft verbesserte Drainage der Nasennebenhöhlen in die Nasenhaupthöhle.

Zur postoperativen Blutstillung werden beschichtete Schaumstofftamponaden eingelegt, ggf. auch Silikonschienen wenn eine Korrektur der Nasenscheidewand erfolgt ist.

Nach der Operation

Am zweiten postoperativen Tag werden die Tamponaden entfernt. In der Regel erfolgt auch an diesem Tage die Entlassung aus der stationären Behandlung.

Es folgt eine zweiwöchige Abheilungsphase mit Schleimhaut pflegenden Maßnahmen und körperlicher Schonung, um eine Nachblutung durch Erhöhung des Blutdruckes zu vermeiden.

Sport sollte erst nach Ablauf von drei Wochen wieder begonnen werden.

Bis die Schleimhaut wieder vollständig regeneriert und die Wundheilung abgeschlossen ist vergeht ein Zeitraum von ca. einem Monat.

Bei Polyposis nasi und/oder allergischer Symptomatik ist es notwendig geeignete lokale Maßnahmen (topische Cortisonsprays) über einen längeren Zeitraum durchzuführen, um ein Rezidiv zu vermeiden.

Haben Sie Fragen zur Nasennebenhöhlen-OP in Frankfurt oder möchten einen Beratungstermin vereinbaren?

Häufige Fragen zur Nasennebenhöhlen-OP bei uns in Frankfurt

Wer eine Nasennebenhöhlen-OP in Betracht zieht, hat viele Fragen. Die häufigsten haben wir in diesem FAQ-Bereich zusammengetragen. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um allgemeine Ratschläge und Informationen handelt. Sollten Sie darüber hinaus noch weitere Fragen haben, können Sie uns gerne telefonisch unter 069 / 299 2466-0 oder per Mail kontaktieren.

Welche Untersuchungen gehen einer Nasennebenhöhlen-OP in unserer Praxis in Frankfurt voraus?

Um die Erkrankung und ihren Schweregrad festzustellen bzw. um herauszufinden, ob die Indikation für eine Nasennebenhöhlen-OP gegeben ist, erfolgt im ersten Schritt die klassische HNO-Untersuchung: die Spiegelung der Nase mit dem Nasenspekulum. Möglich ist auch die HNO-Endoskopie. Des Weiteren können auch Ultraschalluntersuchungen der Nasennebenhöhlen sowie andere bildgebende Verfahren wie CT, MRT oder Röntgen herangezogen werden.

Welches Ziel hat die Nasennebenhöhlen-OP?

Im Zuge des Eingriffs werden die Nasennebenhöhlen eröffnet und die anatomischen Gegebenheiten darin verbessert (z.B. durch die Entfernung von Polypen). Dadurch entsteht eine Erleichterung für den Patienten: Er kann wieder einfacher durch die Nase atmen. Weiterhin kann auch eine Verbesserung oder Normalisierung bei einer vorliegenden Riechstörung erzielt werden.

Was ist eine Rhinosinusitis?

Der Begriff Rhinosinusitis bezeichnet eine gleichzeitige Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis) sowie der Schleimhaut der Nasennebenhöhlen (Sinusitis).

Was ist der Unterschied zwischen einer akuten und einer chronischen Rhinosinusitis?

Die akute Rhinosinusitis wird meist durch entsprechende Bakterien oder Viren verursacht und äußert sich über eine verstopfte Nase mit meist gelblichen Schleim. Oft gehen auch ein drückender Kopfschmerz und ein drückendes Gefühl im Gesichtsbereich mit der Erkrankung einher. Eine akute Rhinosinusitis übersteigt in der Regel die Krankheitsdauer von 12 Wochen nicht.

Wird diese Erkrankungsdauer von 12 Wochen überschritten und tritt keine vollständige Genesung ein, dann spricht man von einer chronischen Rhinosinusitis (CRS). Die Symptome der chronischen Variante sind weniger stark ausgeprägt, dafür aber dauerhaft bzw. immer wieder vorhanden. Patienten mit CRS klagen häufig über eine behinderte Nasenatmung sowie ein Druck- und Schwellungsgefühl im Gesichtsbereich. Oft sind sie auch anfälliger für Infekte.

Muss bei einer chronischen Rhinosinusitis zwangsläufig operiert werden?

Durch Untersuchungen und ggf. zusätzliche bildgebende Verfahren lässt sich der Schweregrad der Erkrankung beurteilen. Dieser kann als mild, mäßig oder schwer eingestuft werden. Wird die CRS vom Patienten als sehr belastend empfunden und ist seine Lebensqualität dadurch eingeschränkt, dann kann eine Nasennebenhöhlen-OP helfen.

Wie kann es zu Einschränkungen des Geruchssinns kommen?

Wir Menschen können zwar nicht so gut riechen wie viele Tiere, aber dennoch können wir zwischen bis zu mehreren Tausend Gerüchen unterscheiden. Ist das Geruchsvermögen unzureichend, kann das zu einer nicht unerheblichen Einschränkung der Lebensqualität führen.

Die Ursachen können vielfältig sein: Oft liegen sie in der Nase und den Nasennebenhöhlen selbst (sinunasale Ursachen), treten nach einem Virusinfekt, nach einem Kopftrauma oder bei neurodegenerativen Erkrankungen (z.B. Morbus Parkinson oder Multiple Sklerose) auf. Manchmal sind die Gründe, die den Geruchssinn negativ beeinflussen können, auch unklar (idiopathische Riechstörungen).

Können Riechstörungen mit einer Nasennebenhöhlen-OP in unserer Praxis in Frankfurt verbessert werden?

Wenn Riechstörungen auf Erkrankungen der Nase bzw. der Nasennebenhöhlen zurückgeführt werden können (z.B. durch eine chronische Rhinosinusitis oder Polypen), so ist es möglich, dass die Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankung zu einer deutlichen Besserung der Geruchswahrnehmung führt. In vielen Fällen kann das Riechvermögen durch eine Nasennebenhöhlen-OP sogar gänzlich wiederhergestellt werden, wenn die konservative Therapie mit Medikamenten nicht anschlägt.

Was sind Nasenpolypen?

Weiche, gutartige Wucherungen der Nasenschleimhaut werden als Nasenpolypen bezeichnet. Oft sind sie nur wenige Millimeter groß und verursachen keinerlei Beschwerden. Andere Polypen können zu ausgedehnten Gebilden heranwachsen und die Nasenräume verengen. Patienten, die Polypen in ihrer Nase bzw. den Nasennebenhöhlen haben, fällt es daher oft schwer, ausreichend Luft durch die Nase zu bekommen. Sie sprechen nasal und atmen öfter durch den Mund, was dazu führt, dass die Atemluft nicht gefiltert wird. Die betroffenen Patienten schnarchen nachts auch häufig und leiden unter Schlafstörungen (siehe dazu auch: Schnarchtherapie). Zudem können mit dem Befund häufige Entzündungen der Nasennebenhöhlen einhergehen. Die Patienten haben oft eine (zuweilen erheblich) eingeschränkte Leistungsfähigkeit und Lebensqualität.

Wie können Nasenpolypen behandelt werden?

Oft lassen sich Nasenpolypen bereits durch den Einsatz bestimmter Medikamente behandeln. Infrage kommen beispielsweise kortisonhaltige Nasensprays oder Kortison in Tablettenform. Polypen können – vor allem, wenn sie sehr ausgeprägt sind – aber auch per Operation entfernt werden. Durch den Eingriff verbessert sich die Nasenatmung in der Regel sofort und deutlich. In manchen Fällen können bei dem Eingriff gleichzeitig die Ausführungsgänge der Nasennebenhöhlen erweitert werden. Der positive Effekt: Sie werden besser belüftet und können sich in Zukunft weniger leicht entzünden.

Was sind Mukozelen und Pyozelen?

Mukozelen sind hartnäckige Schleimansammlungen in einer oder beiden Nasennebenhöhle/-n, die sich aufgrund von Verwachsungen am Übergang der Nasennebenhöhlen in die Nasenhaupthöhle bilden. Diese Verwachsungen können u. a. auf vorangegangene Entzündungen, Verletzungen/OPs im Nasenbereich oder auf Polypen zurückgeführt werden. Die Mukozelen sind meist von einer Art Kapsel umgeben und können von selbst nicht abfließen. Infizieren sich diese Schleimansammlungen mit Bakterien und kommt es zur Bildung von Eiter, dann spricht man von Pyozelen.

Die Ansammlungen können an Größe zunehmen, wenn der Schleimabfluss über einen längeren Zeitraum behindert wird. Je größer die Mukozelen/Pyozelen werden, desto mehr drücken sie auf die Wände der Nasennebenhöhle. Es kann zu einer Ausdünnung der knöchernen Begrenzungen kommen. Im Extremfall – was jedoch sehr selten ist – können sich die Schleimansammlungen bis in die benachbarten Strukturen ausdehnen (meist Augen- oder Schädelhöhle).

Mukozelen und Pyozelen können nicht nur zu einer eingeschränkten Nasenatmung führen, sondern – je nachdem, an welcher Stelle sie sich im Nasenbereich befinden – auch zu Schwellungen im Gesicht, Sehstörungen oder Kopfschmerzen.

Wie lassen sich Mukozelen und Pyozelen behandeln?

Das State-of-the-Art-Verfahren ist die operative Entfernung der Schleimansammlungen. In bestimmten Fällen kann es sinnvoll sein, die Verbindung zwischen der betroffenen Nasennebenhöhle und der Nasenhaupthöhle zu vergrößern. Dadurch kann erneuten Schleimansammlungen vorgebeugt werden.

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HNO Frankfurt | Dr. Thomas Fischer