Nasenmuschel­hyperplasie: Beeinträchtigte Nasenatmung durch vergrößerte Nasenmuscheln

In der Nasenhöhle befinden sich an der seitlichen Wand jeweils eine untere, eine mittlere und eine obere Nasenmuschel. Dabei handelt es sich um knöcherne Leisten, die ein gefäßreiches Schwellkörpergewebe umgibt. Sie sind dazu da, die Atemluft zu befeuchten und zu erwärmen. Schwellen sie an und vergrößern sich dauerhaft, behindern sie die Atmung. In diesem Fall sprechen wir HNO-Ärzte von einer Nasenmuschelhyperplasie, die mit einer vermehrten Mundatmung, Schnarchen und einer erhöhten Infektanfälligkeit im Rachenraum und Hals einhergehen kann. Was dieser Befund für Sie bedeutet und wie wir Ihnen helfen können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Nasenmuschelhyperplasie

Nasenmuschel­hyperplasie

Liegt bei Ihnen eine Nasenmuschelhyperplasie vor, dann sind Ihre Nasenmuscheln dauerhaft vergrößert. Meist sind die unteren Nasenmuscheln davon betroffen. Der darunterliegende Nasengang bildet eine Verbindung zu den Atemwegen. Vergrößern sich die Muscheln, führen sie zu Problemen bei der Nasenatmung: Sie haben dann das dauerhafte Gefühl, eine verstopfte Nase zu haben. Besonders, wenn die Luft zu trocken ist, können sie nur schlecht durch die Nase atmen. Das Problem kann auf einer oder beiden Seiten oder sogar abwechselnd auftreten. Besonders im Liegen kann die Nasenmuschelhyperplasie störend sein. Die ohnehin schon vergrößerten Nasenmuscheln werden hierbei noch mehr durchblutet. Auf diese Weise gelangt noch weniger Atemluft durch die Nase.

Ursachen für das Entstehen einer Nasenmuschel­hyperplasie

Eine Vergrößerung der Nasenmuscheln ist in der Regel nicht angeboren, sondern entsteht durch verschiedene Faktoren. Dazu gehören:

  • Nasenscheidewandverkrümmung
  • der übermäßige Gebrauch von Nasenspray oder Nasentropfen mit einem abschwellenden Wirkstoff (Nasenspraysucht)
  • chronischer allergischer Schnupfen/Heuschnupfen
  • Verletzungen
  • Fehlfunktionen
  • Infektionen mit Viren oder Bakterien
  • Nahrungsmittel- und Medikamentenunverträglichkeiten
  • chronische Nasennebenhöhlenentzündung
  • Hormonschwankungen (z. B. bei Schwangeren) und östrogenhaltige Verhütungsmittel
  • Schadstoffe in der Atemluft
  • häufige, extreme Temperaturunterschiede
  • Alkoholmissbrauch

Beeinträchtigte Nasenatmung: Symptome einer Nasenmuschel­vergrößerung

Vergrößerte Nasenschwellkörper können unangenehme Beschwerden mit sich bringen:

  • Unzureichende Nasenatmung/Ventilation der Nasenhöhlen
  • Verstärkte Atmung durch den Mund
  • Schnarchen bis hin zur Schlafapnoe
  • Schwierigkeiten beim Essen und Trinken
  • Näselnde Stimme
  • Austrocknen der Schleimhäute
  • Reizhusten
  • Halsschmerzen
  • Erhöhte Infektanfälligkeit für Entzündungen der Nebenhöhlen, des Rachens, des Kehlkopfes, der Mandeln oder Bronchien
  • Druckgefühl in den Nasennebenhöhlen
  • Vermehrte Sekretion der Nase
  • Niesreiz
  • Geruchsstörungen
  • Nasenbluten
  • Tubenbelüftungsstörung der Mittelohren
  • Kopfschmerzen

Diagnostik bei vergrößerten Nasenmuscheln

In unserer HNO-Praxis in Frankfurt können wir die Diagnose schnell sichern, wenn bei Ihnen der Verdacht auf eine Nasenmuschelvergrößerung besteht. Wir führen eine direkte oder endoskopische Nasenuntersuchung sowie eine Ultraschalluntersuchung bei Ihnen durch. Dabei können wir die Form, Größe und Beschaffenheit Ihrer Nasenmuscheln beurteilen.

In manchen Fällen schließt sich eine Allergiediagnostik Ihrer Untersuchung an. Falls nötig, können wir eine Computertomographie anordnen, um eine versteckte Entzündung im Bereich der Nasennebenhöhlen auszuschließen.

Nasenmuschel­hyperplasie: So können wir vergrößerte Nasenmuscheln behandeln

Möglich ist die konservative Therapie: Je nach Ausgangssituation bzw. Ursache der Nasenmuschelhyperplasie empfehlen wir einen Verzicht auf den Auslöser (Entwöhnung von Nasenspray, Meiden von Allergenen, Behandlung der Allergie o. Ä.). Unterstützend helfen kann die Behandlung mit Kortison.

Führt diese konservative Therapie nicht zum Erfolg, ist eine operative Behandlung sinnvoll: Mit der Laserconchotomie können wir Ihre Nasenmuscheln mithilfe eines speziellen Lasers verkleinern.

Vor der Laserbehandlung legen wir für etwa eine halbe Stunde Wattetupfer in Ihre Nase ein, die mit einem Anästhetikum getränkt wurden. Für die Betäubung ist also keine Spritze notwendig. Nun können wir mit dem Laser Ihre Nasenschwellkörper schmerzfrei in wenigen Minuten verkleinern. Nach dem Eingriff ist keine Tamponade erforderlich. Sie können danach nach Hause gehen.

Die Laserconchotomie ist eine risikoarme und effektive Methode, Ihre Nasenschwellkörper wieder in eine normale Größe zu bringen. Dadurch verbessert sich Ihre Nasenatmung deutlich.

Ist eine Nasenscheidewandverkrümmung an der Nasenmuschelhyperplasie beteiligt, kann es helfen, sie operativ zu begradigen (Nasenscheidewand-OP).

Nasenmuschel­hyperplasie Behandlung Frankfurt

Wenn Ihre Atmung durch vergrößerte Nasenmuscheln beeinträchtigt ist, helfen wir Ihnen gerne weiter. In unserer HNO-Praxis in Frankfurt sind wir optimal ausgestattet, um den Befund bei Ihnen zu sichern und Sie zu behandeln. Wir führen sowohl die Laserconchotomie als auch die operative Begradigung der Nasenscheidewand regelmäßig durch.

HNO Frankfurt: Dr. med. Thomas Fischer

Ihr Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, der Sie in sämtlichen Fragen der HNO-Heilkunde, der funktionell-plastischen Chirurgie sowie der ästhetischen Behandlung von Veränderungen der Gesichtshaut professionell und individuell berät, untersucht und behandelt.

Unsere News-Beiträge werden nach bestem Wissen und Gewissen für Sie erstellt und dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie ersetzen auf keinen Fall eine ärztliche Beratung, Diagnose und Behandlung und sollen weder zur Selbstdiagnose noch zur Selbstbehandlung auffordern. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Beschwerden immer direkt an Ihren HNO Arzt Frankfurt!

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HNO Frankfurt | Dr. Thomas Fischer
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