Ein erholsamer Schlaf ist nicht nur eine Pause von den Anforderungen Ihres Alltags, sondern auch eine Grundvoraussetzung für Ihr körperliches und geistiges Wohlbefinden. Diese erholsamen Eigenschaften des Schlafes bleiben vielen Patienten leider vorenthalten. Häufige Ursache für eine verminderte Schlafqualität ist Schnarchen (Rhonchopathie) oder Atemaussetzer im Schlaf (Schlafapnoe).
Bei einer Schlafapnoe kommt es während des Schlafens zu wiederholten Atemaussetzern. Hierbei sinkt der Blutsauerstoffgehalt kurzzeitig ab. Es folgt eine Aufwachphase (Arrousal), welche mit einer Steigerung der Herzfrequenz und des Blutdrucks einhergeht. Schlafapnoe vermindert die Schlafqualität erheblich und führt zum einen zu Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Gereiztheit und zum anderen begünstigt sie das Auftreten anderer Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinsuffizienz und Übergewicht. Es gibt zwei Hauptarten von Schlafapnoe:
Hierbei handelt es sich um die häufigste Form der Schlafapnoe. Bei OSA blockieren erschlaffte Muskeln im Rachen während des Schlafens die Atemwege, was Atemaussetzer fördert. Ihr Körper lässt Sie kurz aufwachen, um die Atemwege wieder zu öffnen. Das stört den Schlafzyklus.
Diese Form tritt auf, wenn das Gehirn die Signale zur Atemmuskulatur nicht richtig sendet. Die Atempausen sind hier nicht auf eine Blockade der Atemwege zurückzuführen. Zentrale Schlafapnoe ist weniger häufig als OSA.
Typische Anzeichen dafür, dass Sie an Schlafapnoe leiden könnten, sind:
Atemaussetzer im Schlaf können nicht nur die oben genannten Symptome zur Folge haben, sondern mit bisweilen sogar gravierenden gesundheitlichen Problemen einhergehen – wenn die Schlafapnoe nicht behandelt wird. Häufige Folgen der Schlafapnoe sind:
Betroffene leiden oft unter schwerer Tagesmüdigkeit aufgrund der wiederholten nächtlichen Atemaussetzer. Diese Müdigkeit kann die Gedächtnisleistung, Konzentrationsfähigkeit und die Leistungsfähigkeit im Alltag erheblich beeinträchtigen.
Die Atempausen und die daraus resultierende Sauerstoffunterversorgung können das Herz-Kreislaufsystem belasten. Daher ist Schlafapnoe mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen und Schlaganfälle verbunden.
Menschen mit unbehandelter Schlafapnoe haben ein höheres Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken oder bestehenden Diabetes schwerer zu kontrollieren.
Schlafapnoe kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Die Symptome können auch emotionale Probleme wie eine verminderte Lebensfreude bis hin zu Depressionen hervorrufen.
Ob Sie an OSA leiden, können wir mit dem speziellen Schlafapnoe Screening in unserer HNO-Praxisklinik in Frankfurt herausfinden. Dazu nutzen wir das modernes Untersuchungssystem WatchPAT, das bereits geringste Veränderungen der Gefäßspannung und der Sauerstoffsättigung in Ihrem Blut feststellen kann. Das System besteht aus einem kleinen Sensor, einer Fingersonde und einem Armband.
Das Screening selbst führen Sie bei sich zuhause – also in Ihrem ganz normalen, gewohnten Umfeld – durch. Für die Untersuchung erhalten Sie von uns die oben genannte Ausrüstung (keine Sorge – wir geben Ihnen noch eine separate Einführung in das Handling!).
Vor dem Einschlafen bringen Sie den Sensor auf Ihrer Brust an und stecken die Fingersonde auf Ihren Finger. Das Armband legen Sie wie eine Uhr an Ihrem Handgelenk an. Dann versuchen Sie Ihrer normalen Schlafroutine nachzugehen.
Während Sie schlafen, speichert das WatchPAT alle benötigten Informationen im System. Am Morgen nehmen Sie das Schlafapnoe Screening-Gerät ab und bringen es zu uns in die Praxisklinik, wo wir die gesammelten Daten auswerten.
Der Aussetzerindex wird auch als Apnoe-Hypopnoe-Index oder AHI bezeichnet. Er gibt an, wie viele Atempausen (Apnoen) und verminderte Atembewegungen (Hypopnoen) pro Stunde während Ihres Schlafs auftreten. Das macht ihn zu einer wichtigen Messgröße bei einem Schlafapnoe Screening.
Bei Apnoen handelt es sich um vollständige Atempausen, die mindestens 10 Sekunden andauern. Während einer Apnoe gibt es keine erkennbare Atmung. Eine Hypopnoe hingegen ist eine verminderte Atembewegung, die mit einer signifikanten Sauerstoffsättigungsabnahme oder Erwachen einhergeht.
Der Aussetzerindex (AHI) ergibt sich aus der Summe der Apnoen und Hypopnoen pro Stunde Schlaf. Ein höherer AHI-Wert deutet auf eine schwerere Form von Schlafapnoe hin. Die Schweregrade der Schlafapnoe lassen wich wie folgt einteilen:
Während Sie schlafen, durchlaufen Sie verschiedene Schlafstadien, die in zwei Hauptkategorien unterteilt sind: den Non-REM-Schlaf (NREM) und den REM-Schlaf. Diese Schlafstadien werden in der Schlafmedizin oft als Schlafzyklen bezeichnet. Da sie eine wichtige Rolle bei der Diagnose und dem Verständnis von Schlafapnoe spielen, werden auch die beim Schlafapnoe Screening in unserer Praxisklinik in Frankfurt untersucht. Das zeigen uns Ihre Schlafstadien in Bezug auf Schlafapnoe:
Dies ist der Schlaf mit schnellen Augenbewegungen, der oft mit lebhaften Träumen in Verbindung gebracht wird. In diesem Stadium ist die Muskelaktivität stark unterdrückt, und die Atmung kann flach oder unregelmäßig sein. Schlafapnoe tritt häufiger während des REM-Schlafs auf.
Die Anzahl und die Längen dieser Parameter zeichnet das WatchPAT im Rahmen des Schlafapnoe Screenings auf, sodass wir diese Werte für die Auswertung der Untersuchung heranziehen können.
Wenn wir bei Ihnen Schlafapnoe diagnostiziert haben, ist es wichtig, geeignete Schritte zur Behandlung Ihrer Erkrankung einzuleiten. Möglich ist z. B. die CPAP-Therapie (Continuous Positive Airway Pressure). Dabei kommt ein Gerät zum Einsatz, das einen konstanten Luftdruck bei Ihnen aufrechterhält, um Ihre Atemwege während des Schlafs offen zu halten.
Manchmal reicht auch eine spezielle Schnarchschiene aus. Auch Sie selbst können etwas zur Verbesserung der Schlafapnoe tun: Sollte Übergewicht bestehen, kann es helfen, abzunehmen.
In einigen Fällen kann eine Operation in unserer Praxisklinik in Frankfurt sinnvoll sein, um anatomische Probleme zu korrigieren, die zur Schlafapnoe beitragen. Hierzu zählen die Verbesserung der Nasenatmung, die Korrektur eines erschlafften Gaumensegels (sog. Webbing) und die Korrektur eines erschlafften und verlängerten Zäpfchens.
Wenn während der Pubertät die Proportionen des Gesichts und des Körpers vorrübergehend unharmonisch wirken, wünschen sich viele Heranwachsende eine Nasenkorrektur. Aus kosmetischer Sicht macht eine Rhinoplastik in jungen Jahren noch keinen Sinn, da sich der Körper noch im Wachstum befindet. Das Ergebnis der Operation wäre daher nicht final.
Das Nasenwachstum ist bei Frauen in der Regel ab dem 16. Lebensjahr, bei Männern ab dem 17. Lebensjahr abgeschlossen. Wir empfehlen ein Alter von 18 Jahren. Operiert man zu früh, können Wachstumsstörungen folgen, die eine erneute Nasen-OP nötig werden lassen.
Diese Empfehlungen beziehen sich auf kosmetisch-ästhetische Eingriffe. Anders verhält es sich bei starken funktionellen Beschwerden (z. B. Schwierigkeiten beim Atmen) oder dem Zustand nach einem Unfall.
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