Nase verstopft: Was Sie bei behinderter Nasenatmung tun können

Nase verstopft

Wenn die Nase verstopft ist, ist das sehr unangenehm und lästig. Es gibt mehrere Gründe für eine behinderte Nasenatmung. Je nachdem, welche Ursache zugrunde liegt, fällt die Behandlung unterschiedlich aus. Sie reicht von Nasenduschen über die Verwendung von Nasensprays bis hin zur Einnahme von Tabletten. In manchen Fällen kann auch eine OP in unserer HNO-Praxisklinik in Frankfurt notwendig werden.

Schwillt die Schleimhaut in der Nase stark an und produziert zähflüssigen Schleim, so verengen sich die Kanäle. Die Folge: Sie bekommen weniger Luft. Häufige Auslöser sind Infekte der oberen Atemwege durch Viren und Krankheitserreger – also der allseits bekannte Schnupfen im Rahmen einer Erkältung. Es gibt jedoch auch weitere Ursachen, die die Nasenatmung beeinträchtigen können.

Gründe für eine verstopfte Nase

  • Nasennebenhöhlen-Entzündung (Sinusitis)
  • Allergien (z. B. Heuschnupfen, Allergien gegen Hausstaub oder Tierhaare – hierbei bleibt das Sekret wasserklar und die verstopfte Nase steht meist in Verbindung mit häufigen Niesattacken oder juckenden Augen)
  • Auswirkungen von Giften oder Reizstoffen
  • Trockene Luft
  • Zigarettenrauch
  • Feinstaub
  • Fremdkörper in der Nase (v.a. bei Kindern)
  • Verkrümmung der Nasenscheidewand
  • Nasenpolypen
  • Vergrößerte Nasenmuscheln
  • Verletzungen der Nase z. B. nach Unfällen oder Operationen
  • Tumore in der Nase (v.a., wenn nur eine Nasenseite verstopft ist)

Tipps bei verstopfter Nase: Gängige Mittel, mit denen Sie wieder frei durchatmen können

Eine verstopfte Nase kann auf verschiedene Weise behandelt werden. Die Therapie richtet sich nach der Ursache. Grundsätzlich gibt es folgende Möglichkeiten:

Medikamente

Ist die Nase verstopft, können Sie abschwellende Nasentropfen oder Nasensprays benutzen. Doch Achtung: Sie sollten das Medikament max. 3-mal am Tag und nicht länger als eine Woche anwenden. Bei einer kurzfristigen Nutzung sind in der Regel keine negativen Folgen zu erwarten. Werden die Tropfen und Sprays jedoch länger angewendet, kann sich die Nasenschleimhaut an das Mittel gewöhnen. Zum Abschwellen fordert sie dann das Medikament immer wieder ein. Es kommt zu einer Nasenspray-Sucht (lesen Sie dazu auch unseren Blog-Beitrag: „Nasenspraysucht: Welche Folgen hat sie?“).

Manchmal ist auch die Einnahme von Antibiotika notwendig. Weitere Möglichkeiten sind befeuchtende Meerwasser-Nasensprays oder im Fall einer Allergie Kortison-Nasensprays oder Antihistaminika.

Inhalation und Nasenduschen

Bei Schnupfen, Erkältungskrankheiten und trockener Nasenschleimhaut kann auch das tägliche Inhalieren mit warmen Dämpfen helfen. Die Inhalation kann den Schleim verflüssigen, Krusten lösen und die Nasenschleimhaut befeuchten. Möglich ist dabei, reinen Wasserdampf oder eine Kochsalzlösung zu inhalieren. Beliebte Inhalationszusätze sind Kamille, Salbei, Teebaumöl oder ätherische Öle wie Pfefferminz- oder Eukalyptusöl.

Nasenspülungen bzw. Nasenduschen können Ihrem Körper dabei helfen, Sekret, Krankheitserreger, Pollen oder Hausstaub aus dem Nasenraum herauszuspülen.

Hausmittel

Ist die Nase aus einem „simplen“ Grund verstopft und liegen keine körperlichen Ursachen wie eine verkrümmte Nasenscheidewand vor, so können auch Hausmittel gute Dienste leisten. Ein gängiger Tipp ist hierbei, viel Wasser oder ungesüßte Tees zu trinken. Durch die erhöhte Flüssigkeitszufuhr kann sich der zähe Schleim in der Nase und den Nasennebenhöhlen verflüssigen und so abtransportiert werden. Oft wird auch empfohlen, heiß und scharf zu essen. Meerrettich, Ingwer, Chili oder Senf tragen zu einer gesteigerten Durchblutung der Schleimhäute bei und können so die Atemwege befreien. Empfehlenswert ist auch, sich beim Schlafen auf die Seite zu legen. Auf diese Weise kann das obere Nasenloch abschwellen. Dadurch bekommen Sie besser Luft. Achten Sie auch darauf, Ihren Kopf etwas erhöht zu lagern. In einer flachen Liegeposition verstopft die Nase schneller. Ein weiterer Tipp ist, die Raumluft – gerade in den Wintermonaten, in denen die Heizung oft und stark läuft – mit Hilfe eines Luftbefeuchters oder eines Zimmerbrunnens zu befeuchten. Dadurch trocknet die Nasenschleimhaut nicht so einfach aus und wird weniger gereizt. Wichtig ist auch regelmäßiges Lüften. Sauerstoff kann zu einer vereinfachten Atmung führen.

Nase verstopft: In diesen Fällen kann eine Operation helfen

In manchen Fällen ist eine verstopfte Nase nicht auf einen Infekt oder eine Allergie zurückzuführen. Es ist möglich, dass die behinderte Nasenatmung Folge einer Fehlstellung oder körperlichen Erkrankung ist.

Nasenscheidewandverkrümmung

Ist das sog. Septum verkrümmt, kann dies zu einer Behinderung der Nasenatmung – auch mit Schnarchen – führen. Häufig leiden die betroffenen Patienten auch unter Kopfschmerzen oder wiederkehrenden Entzündungen der Nasennebenhöhlen. Im Zuge der Nasenscheidewand-OP können wir die Fehlstellung korrigieren. Dadurch können Sie wieder besser Luft durch die Nase bekommen. Zusätzlicher Vorteil: Ein verbogenes Septum lässt die Nase oft schief aussehen. Mit der Nasenkorrektur gleichen wir die Schiefnase auch optisch aus. Die Nase sieht gerader aus.

Nasennebenhöhlen-OP

Wenn Entzündungen aus der Nase in die Nebenhöhlen übergehen, können sie zu Blockaden der Belüftung und chronischen Entzündungen führen. Auch eine Polypenbildung in den Nebenhöhlen kann zu diesem Effekt führen. Mit der Nasennebenhöhlen-OP können wir z. B. krankhaft veränderte Schleimhaut entfernen und Engstellen zur Nasenhaupthöhle beseitigen. Auf diese Weise können wir Ihnen eine bessere Belüftung ermöglichen.

Laserconchotomie

Sind die Nasenmuscheln gesund, dann erweitern sie sich im Ruhezustand. Bei körperlicher Anstrengung ziehen sie sich zusammen. Bei vergrößerten Nasenmuscheln sind diese permanent vergrößert. Dadurch kann die Atmung erschwert werden. Mit der Laserconchotomie können wir krankhaft vergrößerte Nasenmuscheln mit Laser behandeln und wieder normalen Dimensionen angleichen. So lässt sich die Atmung wieder vereinfachen.

Nase verstopft: Behandlungen Ihrem HNO-Arzt in Frankfurt

Ist Ihre Nase verstopft und hilft die übliche Selbstbehandlung nicht, dann sollten Sie auf jeden Fall einen Termin in unserer HNO-Praxis in Frankfurt vereinbaren. Dies gilt auch, wenn die Erkrankung länger als zehn Tage dauert. Mit einer sorgfältigen Diagnostik finden wir heraus, was die Behinderung Ihrer Nasenatmung verursacht.

HNO Frankfurt: Dr. med. Thomas Fischer

Ihr Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, der Sie in sämtlichen Fragen der HNO-Heilkunde, der funktionell-plastischen Chirurgie sowie der ästhetischen Behandlung von Veränderungen der Gesichtshaut professionell und individuell berät, untersucht und behandelt.

Unsere News-Beiträge werden nach bestem Wissen und Gewissen für Sie erstellt und dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie ersetzen auf keinen Fall eine ärztliche Beratung, Diagnose und Behandlung und sollen weder zur Selbstdiagnose noch zur Selbstbehandlung auffordern. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Beschwerden immer direkt an Ihren HNO Arzt Frankfurt!

© „Cute boy picking one’s nose in nature. Facial expressions and emotions.“ by twenty20photos, unsplash.com



HNO Frankfurt | Dr. Thomas Fischer
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