Nase läuft ständig: Was dahinterstecken kann

Vielleicht kennen Sie es: Ihre Nase läuft ständig und Taschentücher sind im Dauereinsatz. Und das, obwohl gerade keine Heuschnupfensaison ist und Sie an keiner Allergie leiden. Wenn immer wieder Sekret aus der Nase läuft, ist das nicht nur unangenehm, sondern auch störend. Welche Ursachen hinter einer Schniefnase bzw. Tropfnase stecken können, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag.

Nase läuft ständig: Das sind mögliche Auslöser

Dass Schnupfen die Nase zum Laufen bringt, ist allseits bekannt. Doch manche Patienten klagen auch darüber hinaus über eine ständig laufende Nase. Wir klären Sie auf, welche Krankheitsbilder dahinterstecken können:

Nase läuft ständig
Allergischer Schnupfen

Unter dem Begriff „allergischer Schnupfen“ werden diverse allergische Schnupfenarten zusammengefasst, die durch Allergene in der Luft ausgelöst werden. Die bekannteste Form ist der Heuschnupfen. Hier reagieren die Betroffenen auf Pflanzenpollen, kleinste Blütenstaubteilchen von Bäumen, Getreide, Gräsern und Kräutern in der Luft. Möglich sind aber auch Reaktionen auf Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmelpilze. Der allergische Schnupfen geht mit Niesattacken, Fließschnupfen und einer verstopften Nase, meist auch mit juckenden, brennenden oder tränenden Augen einher. Der erste Schritt der Therapie ist, die Allergene zu bestimmen, auf die Sie reagieren. In unserer Praxis führen wir die Allergiediagnostik durch.

Vasomotorische Rhinitis (hyperreflektorische Rhinopathie)

Hierbei handelt es sich um eine besondere Form des Schnupfens, die mit einem ständigen Nasenlaufen einhergehen kann. Bei der vasomotorischen Rhinitis reagiert die Nasenschleimhaut übersensibel auf starke Gerüche, heiße Getränke oder stark gewürzte Speisen. Möglich sind auch heftige Reaktionen auf einen Temperaturwechsel oder körperliche Anstrengungen in kalter Luft. Die hyperreflektorische Rhinopathie kann auch bei körperlichem oder seelischem Stress auftreten.

Nicht-allergische eosinophile Rhinitis (NARE-Syndrom)

Können wir keine allergischen oder infektiösen Auslöser für Ihre laufende Nase diagnostizieren, kann das sog. NARE-Syndrom für Ihre Beschwerden verantwortlich sein. Hierbei leiden Betroffenen ganzjährig unter Symptomen wie Nasenausfluss, Niesattacken, verstopfter Nase sowie einem Juckreiz im Nasen- und Rachenraum. Mit diesem Krankheitsbild gehen häufig auch Nasenpolypen einher. Behandelt werden kann die nicht-allergische eosinophile Rhinitis mit Kortison und/oder der operativen Entfernung der Polypen.

Idiopathische Rhinitis

Eine idiopathische Rhinitis liegt oft dann vor, wenn Sie im Vorfeld der Beschwerden wiederholt an durch Viren ausgelöstem Schnupfen litten. Durch die Virus-Infektionen ist Ihre Schleimhaut möglicherweise überempfindlich geworden.

Hormonell bedingter Schnupfen

Wenn die Nase ständig läuft, kann dies auch in Zusammenhang mit einer Überfunktion der Schilddrüse (die sog. Hyperthyreose) stehen. Die Schilddrüse produziert dabei zu viele Hormone, die u. a. zu einer allgemein erhöhten Sensibilität gegenüber Temperaturen führen können. Der Körper reagiert hierbei mit einer anschwellenden Nasenschleimhaut.

Nicht nur die Schilddrüse kommt als Auslöser infrage. Schwellungen der Nasenschleimhaut können auch durch einen generell veränderten Hormonhaushalt auftreten, so z. B. bei Schwangeren. Viele Frauen, die ein Baby erwarten, leiden aufgrund des veränderten Hormonspiegels unter einer verstopften bzw. laufenden Nase. Nach der Geburt verschwindet der „Schwangerschaftsschnupfen“ meist wieder.

Senile Rhinorrhoe (Alterstropfnase)

Der natürliche Alterungsprozess betrifft auch das Bindegewebe der Nase und die Knorpelstrukturen. Bei vielen älteren Patienten wird die Nase größer, ihre Spitze senkt sich ab, die Nasenflügel fallen ein. Aufgrund der entstehenden Engpässe wird die Atmung erschwert. Hinzu kommt eine altersbedingte Zellreduzierung in der Nase. Dadurch trocknen die Schleimhäute mehr aus. Unangenehme Krusten können sich entwickeln. Bei der senilen Rhinorrhoe reagiert der Körper zudem mit einer übermäßigen Sekretproduktion. Die Nasenschleimhaut produziert zu viel Sekret. Zudem funktioniert oft der Sekrettransport nicht mehr so wie früher.

Die Folge: die senile Rhinorrhoe bzw. Alterstropfnase. Sie manifestiert sich als anhaltender chronischer wässriger Schnupfen. Sekret tropft hierbei mehr oder weniger unkontrolliert aus der Nase. Äußere Einfluss wie ein Temperaturwechsel oder gewürzte Speisen können den Befund verstärken.

Riss in der Siebplatte

Wenn Ihre Nase ständig läuft, kann auch ein Leck in der Siebplatte vorliegen. Dabei handelt es sich um einen hauchdünnen Knochen, der die Nasennebenhöhle von den Organen im Kopf trennt. Vor allem, wenn nach einer Kopfverletzung, einem Unfall oder nach einer OP starker Nasenausfluss auftritt, sollten weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Ein Riss in der Siebplatte kann dazu führen, dass Hirnwasser aus dem Schädel entweicht. Diese Cerebrospinalflüssigkeit fließt dann über die Nase ab.

Nase läuft ständig: Abklärung bei Ihrem HNO-Arzt in Frankfurt

Bevor wir die Therapie Ihrer Nasenbeschwerden einleiten können, müssen wir Ursachenforschung betreiben. In unserer HNO-Praxis in Frankfurt prüfen wir zunächst, ob eine allergische oder infektiöse Ursache für Ihren Nasenausfluss ursächlich ist. Dazu gibt es verschiedene Diagnosemethoden wie die Endoskopie der Nase, Allergietestungen, Blutanalyse oder Laboruntersuchungen des Nasensekrets.

Die Behandlung Ihrer laufenden Nase ist abhängig von der Ursache, die Ihren Beschwerden zugrunde liegt. Möglich sind medikamentöse Behandlungen, Hausmittel wie Nasenspülungen oder chirurgische Maßnahmen.

HNO Frankfurt: Dr. med. Thomas Fischer

Ihr Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, der Sie in sämtlichen Fragen der HNO-Heilkunde, der funktionell-plastischen Chirurgie sowie der ästhetischen Behandlung von Veränderungen der Gesichtshaut professionell und individuell berät, untersucht und behandelt.

Unsere News-Beiträge werden nach bestem Wissen und Gewissen für Sie erstellt und dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie ersetzen auf keinen Fall eine ärztliche Beratung, Diagnose und Behandlung und sollen weder zur Selbstdiagnose noch zur Selbstbehandlung auffordern. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Beschwerden immer direkt an Ihren HNO Arzt Frankfurt!

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HNO Frankfurt | Dr. Thomas Fischer
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