Was passiert im Ohr bei einem Hörsturz?

Wenn Sie auf einmal auf einem oder beiden Ohren nicht mehr richtig hören und/oder sich die Stimme Ihres Gesprächspartners weit weg anhört, dann haben Sie vielleicht einen Hörsturz. Hierbei kollabiert das Gehör – vereinfacht gesagt. Wie es genau dazu kommt und was Sie gegen einen Hörsturz tun können, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Was ist ein Hörsturz und welche Ursachen gibt es?

Der Hörsturz kommt plötzlich: Betroffene hören augenblicklich deutlich schlechter oder fast gar nicht mehr, als wenn ein großes Stück Watte oder ein anderer Fremdkörper das Ohr verstopfen würde. Diese Symptomatik wird häufig begleitet von einem dumpfen Druck, einem seltsam pelzigen Gefühl, Schwindel und Ohrgeräuschen (Tinnitus). Schmerzen verursacht ein Hörsturz nicht.

Was passiert denn aber nun genau bei einem Hörsturz? Normalerweise gelangt der Schall durch den Gehörgang zum Mittelohr. Von dort werden die Signale über das Trommelfell und Gehörknöchelchen an das Innenohr weitergeleitet. Hier werden sie in elektrische Nervensignale umgewandelt und zum Gehirn geschickt.

Der erste Teil dieses ganz normalen Hörvorgangs funktioniert beim Hörsturz auch noch reibungslos: Der Schall kommt zum Innenohr. Aber hier ist die weitere Informationsübermittlung plötzlich eingeschränkt. Die Folge: Die Sinneseindrücke werden nicht mehr korrekt weiterverarbeitet, was zu einer Störung des Schallempfindens führt.

Die genaue Ursache liegt vermutlich in einer Durchblutungsstörung des Innenohrs. Wie bei allen anderen Organen auch muss das Ohr sowie seine feinen Hör-Sinneszellen lückenlos mit Sauerstoff und Nährstoffen aus dem Blut versorgt werden. Wenn der Blutnachschub ins Stocken gerät, z. B. durch verengte Blutgefäße, fehlt den Zellen die nötige Nahrung. Dadurch können sie nicht mehr reibungslos ihrer Aufgabe nachgehen.

Möglich ist aber auch, dass die Haarzellen selbst defekt sind oder die Übertragung zum Gehirn.

Verwechslungsmöglichkeit zu anderen Beschwerden des Ohres

Ein plötzlicher Hörverlust muss nicht zwangsläufig durch einen Hörsturz bedingt sein.
Es kann auch eine Infektion, z. B. eine Mittelohrentzündung dahinterstecken oder ein Pfropf aus Ohrenschmalz, der den Gehörgang verstopft. Möglich ist auch, dass starker Lärm, z. B. durch einem Knall oder eine Explosion, einen kurzfristigen Hörverlust verursacht.

Diagnose und Behandlung eines Hörsturzes in Frankfurt

Ein Hörsturz gilt nicht als absoluter Notfall, dennoch sollten Sie möglichst schnell unsere PRAXISKLINIK GOETHE 10 aufsuchen, wenn sich ihr Gehörvermögen so plötzlich verändert. Denn je eher man handelt, desto besser und schneller kann Ihnen geholfen werden.

Vor Ort können wir andere Ursachen ausschließen und führen zur Sicherung der Diagnose einige Tests durch (z. B. Stimmgabeltest, Ton-Audiogramm, Tympanometrie, Hirnstamm-Audiometrie, Überprüfung des Gleichgewichtssinns).

Ist die Diagnose gesichert, besprechen wir mit Ihnen gemeinsam die Therapie. Hier stehen uns verschiedene Methoden zur Verfügung, z. B. die Gabe von Kortison als Infusion und/oder Tablette. Das Medikament kann auch mit einer Spritze direkt in das Mittelohr gebracht werden. Möglich ist auch eine spezielle Sauerstofftherapie.

HNO Frankfurt: Dr. med. Thomas Fischer

Ihr Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, der Sie in sämtlichen Fragen der HNO-Heilkunde, der funktionell-plastischen Chirurgie sowie der ästhetischen Behandlung von Veränderungen der Gesichtshaut professionell und individuell berät, untersucht und behandelt.

Unsere News-Beiträge werden nach bestem Wissen und Gewissen für Sie erstellt und dienen der allgemeinen Weiterbildung. Sie ersetzen auf keinen Fall eine ärztliche Beratung, Diagnose und Behandlung und sollen weder zur Selbstdiagnose noch zur Selbstbehandlung auffordern. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Beschwerden immer direkt an Ihren HNO Arzt Frankfurt!

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